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De Biuer un sĂĽine Keohe 8.03.08
Up den lippsken Dörpern ess et ja Briuk, dat sick de Biuern an´n Sunndagmorn in de Wertschaft teom Stammdisk dreppen. Wer de ganße Wecken
schwor arböjjen mott, de mott auk mol resten un sick met anneren Luien dreppen.
Un büi seo eunen Biuernstammdisk kann man nich nau teofrie eun schönet Beuer drinken, sunnern auk met Luien glüicker Proffescheon öwwer
Erfahrungen un Meunungen kürn. Iuterden stoht man süiner Friu nich büin koken in´n Weege. Auk Biuer Meier iut Sabbenhiusen drapp sick jeuden Sunndagmorn met süinen Kollegen in de Wertschaft, ümme
teo saapen, eun Beuer teo drinken un Korten teo spellen. Wüil seu jümmer vell Spoß hadden, hät sick de anneren Biuern auk wunnert, os Gustav dänn eunet sunndags nich teom Stammdisk kamm. Öber et
kann ja mol wat dotwisken kommen, hät süine Kumpels dächt. Villichte es de Schweigermodder iut Mosmerge do un heu draff nich in de Wertschaft, hät süin Nower Karl vermeon un de annern hät lacht.
Öber auk an´n naichsten Sunndag was Gustav nich do. Heu wärt doch nich antückert süin, hät süine Kumpels summenört. Hät heu merkt, dat wüi änne läßtens büin Kortenspell affläddert hät? Do
könn wüi nicks maken. An´n drütten Sunndag was Gustav wier do un de annern Kerls hät sick froijjet: „Mensch Gustav, wüi hät dui vermisst, wo bist diu dänn blauß wesen?“ „Ach dat was wat in
de läßten Wecken. Dreu müiner Keohe hät kalwt un eck moßte Dag un Nach achter den Beustern löjjen un uppassen. Do kümste teo nicks mahr“, hät Gustav kloget. De Kerls hät nicköppet, öber Karl
see: „Moste auk nich maken. Wänn diu achter de Keoh lichst denkt de doch, se hät oll kalwt.“
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Der Bauer und seine KĂĽhe
Auf den lippischen Dörfern ist es ja Brauch, dass sich die Bauern am Sonntagmorgen in der Wirtschaft zum Stammtisch treffen. Wer die ganze
Woche schwer arbeiten muss, der muss sich auch mal ausruhen und sich mit anderen Leuten treffen.
Und bei so einem Bauernstammtisch kann man nicht nur zufrieden ein Bier trinken, sondern auch mit Leuten gleicher Profession ĂĽber
Erfahrungen und Meinungen reden. AuĂźerdem steht man seiner Frau nicht beim Kochen im Weg. Auch Bauer Meier aus Sabbenhausen traf sich jeden Sonntagmorgen mit seinen Kollegen in der Wirtschaft, um
zu schwatzen, ein Bier zu trinken und Karten zu spielen. Weil sie immer viel SpaĂź hatten, haben sich die anderen Bauern auch gewundert, als Gustav dann eines Sonntags nicht zum Stammtisch kam. Aber es
kann ja mal was dazwischen kommen, haben seine Kumpel gedacht. Vielleicht ist die Schwiegermutter aus Mossenberg da und er darf nicht in die Wirtschaft, hat sein Nachbar Karl gemeint und die anderen
haben gelacht. Aber auch am nächsten Sonntag war Gustav nicht da. Er wird doch nicht beleidigt sein, haben seine Kumpel überlegt. Hat er gemerkt, dass wir ihn letztens beim Kartenspiel abgeledert
haben? Da können wir nichts machen. Am dritten Sonntag war Gustav wieder da und die anderen Kerle haben sich gefreut: „Mensch Gustav, wir haben dich vermisst, wo bist du denn bloß gewesen?“ „Ach
das war was in der letzten Woche. Drei meiner Kühe haben gekalbt und ich musste Tag und Nacht hinter den Biestern liegen und aufpassen. Da kommst du zu nichts mehr“, hat Gustav geklagt. Die Kerle
haben genickt, aber Karl sagte: „Musste auch nicht machen. Wenn du hinter der Kuh liegst, denkt die doch, sie hätte schon gekalbt.““
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